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31. Dezember 2012 / horstkahrs

2012 in review

Die WordPress.com-Statistik-Elfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2012 an.

Hier ist ein Auszug:

600 Personen haben 2012 den Gipfel des Mount Everest erreicht. Dieser Blog hat 2012 über 3.700 Aufrufe bekommen. Hätte jede Person, die den Gipfel des Mount Everest erreicht hat, diesen Blog aufgerufen, würde es 6 Jahre dauern, um so viele Aufrufe zu erhalten.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

14. Mai 2012 / horstkahrs

Nordrhein-Westfalen hat sich wieder eine rotgrüne Mehrheit gewählt – DIE LINKE erneut raus, Piraten drin

Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis werden im Landtag Nordrhein-Westfalen weiterhin fünf Parteien vertreten sein, wobei DIE LINKE den Landtag verlässt und dafür die Piratenpartei in das vierte Landesparlament einziehen.
DIE LINKE, deren Entstehung untrennbar mit der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen im Jahre 2005 verbunden ist, verliert im bevölkerungsreichsten Bundesland ihre landesparlamentarische Repräsentanz. DIE LINKE in NRW erhält als weiterer Landesverband die Quittung für die Unterlassungssünden im Parteiaufbau und die politische Aufstellung auf Bundesebene.
Eine deutliche Mehrheit verschafften die Wählerinnen und Wähler Hannelore Kraft, der SPD und den Grünen im neuen Landtag. Das Land kann wieder von einer rotgrünen Mehrheit regiert werden. Das Ende der Minderheitenregierung brachte auch das Ende der parlamentarischen Existenz der LINKEN, wohingegen die FDP angesichts des Wahldesasters von Norbert Röttgen sogar zulegen konnte.
Der gesamte Wahlnachtbericht ist hier zu lesen: 2012_NW_LTW_WNB

14. Mai 2012 / horstkahrs

DIE LINKE erneut rausgewählt

DIE LINKE ist binnen Wochenfrist erneut von den Wählerinnen und Wählern heftig abgewatscht und aus einem Landesparlament hinaus gewählt worden. Deutete sich bereits 2011 ein Abwärtstrend an, so ist DIE LINKE mit den Ergebnissen im Saarland (-5,1%), in Schleswig-Holstein (-3,8%) und nun in Nordrhein-Westfalen (-3,1%) in den westdeutschen Bundesländern deutlich ins Rutschen geraten.
DIE LINKE, deren Entstehung untrennbar mit der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen im Jahre 2005 verbunden ist, verliert im bevölkerungsreichsten Bundesland ihre landesparlamentarische Repräsentanz. DIE LINKE in NRW erhält als weiterer Landesverband die Quittung für die Unterlassungssünden im Parteiaufbau und die politische Aufstellung auf Bundesebene.
Obwohl es in NRW in Ansätzen gelang, die Fraktion und die Landespartei als eigenständige und aufeinander bezogene politische Zentren zu entwickeln, genügten diese ersten landespolitischen Erfahrungen nicht, um an das achtbare Ergebnis von 5,6% 2010 anzuknüpfen.
In nur 20 Monaten konnte weder die Landespartei mit ihrem stetigen Parteiaufbau, noch engagierte Wahlkämpferinnen und Wahlkämpfer aus der ganzen Partei, sowie sympathische Spitzenkandidatinnen und Landessprecherinnen (Katharina Schwabedissen, Hubertus Zdebel, Bärbel Bauermann und Wolfgang Zimmermann) sich gegen den Bundestrend der LINKEN stemmen.
DIE LINKE verliert außer an die CDU an alle Parteien und an die Nichtwählerinnen und Nichtwähler. Am meisten verliert sie an die SPD, an die sie auch die Kompetenzuweisung bei der sozialen Gerechtigkeit verloren hat, und an die Piraten.
Die Wahlniederlage in Nordrhein-Westfalen besitzt zudem eine hohe Symbolkraft, weil das Ergebnis von WASG und PDS aus dem Jahr 2005, das am Anfang der Parteigründung stand, noch unterboten wurde. Es wird daher allen Kommentatoren außerhalb und innerhalb der Partei, die das Ende des gemeinsamen Parteiprojektes bereits vor Augen haben, willkommener Anlass sein, eben dieses weiter heraufzubeschwören.
Die vollständige Ausgliederung aus dem Wahlnachtbericht: 2012-05-13 LTW NRW WNB Special LINKE

13. Mai 2012 / horstkahrs

Wahlnacht-Spezial: Vierter Erfolg der Piraten-Partei

Die Piraten-Partei ist in den vierten Landtag in Folge eingezogen. Dabei handelt es sich nicht um irgendeinen Landtag, sondern um den Landtag des bevölkerungsreichsten Landes der Bundesrepublik, um den Landtag, der für neue Parteien traditionell schwer zu erstürmen war.
Die Piraten-Partei bleibt ein schillerndes neues Phänomen in der deutschen Parteienlandschaft und ist daher als Projektionsfläche für vielerlei Motive geeignet ist. Ihre Wahlerfolge zeugen von einer verbreiteten Unzufriedenheit mit dem real existierenden politischen Betrieb und seinen parlamentarischen Parteien. Der Erfolg der Piraten legt eine weit verbreitete Überdrüssigkeit mit dem vorhandenen Parteiangebot offen, eine weit verbreitete Bindungs- und Orientierungslosigkeit im vorhandenen Angebot und ein entsprechendes Bedürfnis nach einer Alternative, eine Alternative, die die nicht als fertiges Angebot präsentiert wird, die nicht die politische Richtung um 180 Grad dreht, sondern die unfertig ist, offen und aus verschiedenen Elementen zusammengefügt, eine Alternative zu den professionellen politischen Eliten.

Der vollständige Text hier: 2012-05-13 LTW NRW WNB Special Piraten

7. Mai 2012 / horstkahrs

Wahlnachtanalyse zur Landtagswahl in Schleswig-Holstein am 6. Mai 2012

„Schwarz-Gelb abgewählt – LINKE raus – Piraten rein – FDP lebt“ – das sind die wesentlichen politischen Ergebnisse der Landtagswahl in Schleswig-Holstein vom 06. Mai 2012.
SPD und Grüne verfehlen das Wahlziel einer eigenen Regierungsmehrheit. Stabile Regie-rungsverhältnisse sind vorerst nicht in Sicht. Eine Koalition von Union und SPD hätte zwar eine deutliche Stimmen-Mehrheit, wäre angesichts des Verhältnisses zwischen den beiden Parteien vermutlich aber kaum stabiler als eine der rechnerisch möglichen Dreier-Koalitionen, die im deutschen Parlamentarismus immer noch per se als riskante Koalitionen gelten.
Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis werden im Landtag Schleswig-Holstein weiterhin sechs Parteien vertreten sein.

Der vollständige Text: 2012_SH_LTW_Wahlnachtbericht

6. Mai 2012 / benjaminhoff

Die Piraten-Partei im dritten Landtag – Themenausgabe des Wahlnachtberichts zur Landtagswahl in Schleswig-Holstein

Inhaltsverzeichnis

I.       Wiederholter Wahlerfolg der Piraten-Partei 1

II.     Die Piraten-Partei im Spiegel der Wahlumfragen. 1

III.    Das politische Gewicht der Erfolge der Piraten-Partei 4

IV.   Die Wähler/-innenschaft der Piraten-Partei 7

Wahlnachtberichte / Die Autoren / Vorbehalt 11

I.      Wiederholter Wahlerfolg der Piraten-Partei

Die Piraten-Partei ist ein schillerndes neues Phänomen in der deutschen Parteienlandschaft. Ihre Wahlerfolge zeugen von einer verbreiteten Unzufriedenheit mit dem real existierenden politischen Betrieb und seinen parlamentarischen Parteien.

Das Bedürfnis nach Veränderung scheint in der Gesellschaft, zumal bei den unter 40jährigen, weit verbreitet und geprägt von ideologischer Richtungslosigkeit im klassischen Sinn. Drückte sich zuvor die Auffassung, dass es so wie es ist nicht weitergehen kann, in der Wahl von Parteien auf den Polen „Markt/Individuum“ (FDP) oder „Staat/Gesellschaft“ (DIE LINKE) aus, so steht die Wahlentscheidung für die Piraten gegen die Abschottung des politischen Systems vom Alltag, gegen das „Politsprech“, für die Freiheit des Individuums und für gesellschaftliche, gemeinschaftliche Einrichtungen.

Die Piraten-Partei kann insoweit als Wiedergeburt des Sozialliberalismus unter neuen gesellschaftlichen Bedingungen betrachtet werden. Dieser Sozialliberalismus wäre dann der Erbe des Neoliberalismus und seiner Auswüchse, der Ausbruch aus der scheinbaren Alternativlosigkeit von „Markt versus Staat“. Allerdings: Über die Piraten-Partei, ihre Anhänger/-innen und ihr Potential gibt es viele Vermutungen, manche begründet, manche hochspekulativ. Sicher ist nur, dass sie die konstellationspolitischen Rechnungen aller anderen Parteien durcheinander bringen, und alle anderen Parteien zwingen, sich zu ihnen zu verhalten und sich zu verändern.

Lesen Sie den Volltext hier: http://www.benjamin-hoff.de/serveDocument.php?id=764&file=e/4/160.pdf

19. April 2012 / horstkahrs

Landtagswahl 2012 im Saarland – Wählerwanderung bei der Partei DIE LINKE

Nicht, wie oftmals verkürzend dargestellt, der Erfolg der Piraten-Partei war maßgeblich für die Stimmenverluste der LINKEn, sondern die Stimmenverluste an SPD und Wahlenthaltung. Nur jeder zehnte abgewanderte Wähler ging von der LINKEn zu den Piraten.

Wie zuvor bereits beim Erfolg in Berlin gewinnen die Piraten von allen Parteien. Immerhin zwanzig Prozent der heutigen Piratenwähler waren im Saarland zuvor LINKE-Wähler.

Die vollständige Nachlese zur Saarland-Wahl von Horst Kahrs hier: http://www.rosalux.de/publication/38339/die-landtagswahl-im-saarland-am-25-maerz-2012.html

oder hier: 2012-04-16 Ka LTW SL Nachbetrachtung